OT Arnsnesta

Arnsnesta

Das kleine, nordwestlich Herzbergs gelegene und in die landschaftlich reizvolle Elsteraue eingebettete Straßendorf führt seinen Namen mit großer Wahrscheinlichkeit nach einem Localisator bzw. Bauernführer namens Arn, der diese Siedlung wohl bald nach 1150 gegründet hat.
Im Hochmittelalter gehörte zum Ort, der seit 1288 urkundlich nachweisbar ist und ursprünglich etwas weiter westlich an einem später verlandeten Elsterarm lag (Wüstung Alt-Arnsnesta), auch ein Adelssitz mit strategischer Funktion in Form eines Burgwartes.

Im 16. Jahrhundert ist das Gemeinwesen ein Lochauer / Annaburger Amtsdorf, das im Jahre 1550 beispielsweise mit 4 Anspannern (Hüfnern) und 16 Gärtnern, insgesamt etwa 120 Einwohnern, besetzt ist. Das örtliche Vorwerk gehörte seinerzeit der Familie des Lochauer Jägermeisters und Amtsmannes Paul Hogenest.

Als historische Produktionsstätten sind im 16. Jahrhundert eine leistungsfähige Wassermühle und der bereits 1421 erwähnte Eisenhammer nachweisbar.
Zudem existierte ein bescheidener Weinanbau.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelten vor allem Schafzucht, Holzschlag und Fischfang als wichtige Erwerbszweige. Die in früheren Jahrhunderten häufig überschwemmten Feldflure konnten erst durch die Elsterregulierung seit 1852 bzw. die 1956/57 bei Frauenhorst und Arnsnesta errichteten Staustufen nachhaltig gesichert werden.

Vom ursprünglichen Flußbett kündet noch heute eine alte Elsterschlinge, die sogenannte Flut, für den Besucher ein ebenso lohnenswertes Ausflugsziel wie die um 1700 errichtete Fachwerkkirche mit auffällig langem Schiff und Rechteckturm von 1748.