OT Buckau

Buckau



Das seit 1346 nachweisbare Angerdorf am Südrande der Annaburger Heide hat den Namen seiner sorbischen Vorgängersiedlung, die noch 1419 als Wendischen Bugkow Erwähnung findet, bewahrt. Die Bezeichnung verweist auf einen größeren für die seinerzeitigen Fluren wohl typischen Buchenbestand.
Über einen längeren Zeitraum müssen der slawische Ort und die deutsche Neugründung nebeneinander bestanden haben, denn andernfalls wäre eine Differenzierung nach Deutsch- bzw. Wendisch Buckau nicht erforderlich gewesen.

1474 erscheint der ältere Ortsteil als Wüste Mark Bucka, die zu den Fluren des neuen Kolonistendorfes geschlagen wurde und nun durch die Buckauer landwirtschaftlich genutzt wurde.
Für 1550 sind 25"besessene Mann", darunter 22 Anspänner und ein Gärtner, unter Berücksichtigung ihrer Familienangehörigen also etwa 190 Dorfbewohner bezeugt.

Die Zerstörungen des Kriegsjahres 1687 waren so umfangreich - (lediglich 4 Häuser blieben erhalten), dass sich der Kurfürst 1680 gezwungen sah, die Dörfer Buckau und Rahnisdorf zur Rekultivierung bzw. Resozialisierung an seinen Oberforstmeister zu verkaufen.

Zu den besonderen Erwerbszweigen zählt auch in Buckau der Weinbau, während der Feldbau auf den nassen Fluren nur geringe Erträge zeitigt. Die Bauern übernehmen deshalb häufig Lohnfuhren.

Als wichtiges kulturelles Zeugnis trat die im Jahre 1860 errichtete neogotische Backsteinkirche an die Stelle des 1856 durch Brand zerstörten Vorgängerbaus aus Fachwerk.