OT Friedersdorf

Friedersdorf


Der Name dieses südöstlich von Herzberg gelegenen Angerdorfes deutet auf einen Gründer namens Friedrich.
Die früheste nachweisbare Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1419, in welchem Hans und Livinius der Dahme als Besitzer des Ortes erscheinen. Erst 1598 erscheint neben jener Familie ein Hans Heinrich von Leipzig als Teilhaber dieser Rechte.
Zwischen 1533 und 1608 dürfte dann ein amtssässiger Rittersitz im Dorfe eingerichtet worden sein, auf dem wir seit 1608 das Geschlecht von Leipzig als alleinigen Eigentümer finden.

Zur Sozialstruktur des Dorfes zählen vor dem 30 jährigen Krieg 10 Hüfner- und 7 Gärtnergüter.
Kirchlich gehörte Friedersdorf zur Parochie Altherzberg, die wiederum in die Propstei Schlieben des Bistums Meißen integriert war.

An die ursprüngliche Lage des Dorfes erinnert noch heute die wüste Mark Friedersdorf, auf deren Terrain später eine Ziegelei und die Windmühle errichtet wurden.