OT Mahdel

Mahdel

Die Bezeichnung dieses kleinen bereits 1380 erwähnten Straßendorfes, das wegen seiner herrlichen Waldlage und zahlreichen ehemals strohgedeckter Fachwerkhäuser einst durch den sächsischen Fontane Otto Eduard Schmidt gerühmt wurde, deutet auf slawische Wurzeln.
Die wohl ursprüngliche Form "mödky" kennzeichnet einen schwach und "kraftlos" dahinfließenden Bach.

Nicht mehr als 60-70 Menschen lebten hier 1550, und neben den 7 Anspännern und zwei Gärtnern erscheint bereits zu jener Zeit ein im Dorfe ansässiger Forstknecht.
Insgesamt 14 Hufen Landes wurden damals durch die hiesigen Bauern bewirtschaftet. Geld-und Naturalzinsen sowie Frondienste mussten an das Amt Lochau / Annaburg entrichtet werden.

20 Häuser und 100 Einwohner zählt Mahdel in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts.

Als bemerkenswerte architektonische Zeugnisse erscheinen die Fachwerkkirche aus der Zeit 1699 und das wohl ebenso alte hervorragend sanierte Fachwerkforsthaus.