OT Züllsdorf

Züllsdorf

Der Name diese in idyllischer Heidelandschaft gelegenen Angerdorfes ist eine slawisch-deutsche Verschmelzung und findet bereits in einer Urkunde vom 1.4.1284 Erwähnung.
Damals erscheint in Meißen ein Ritter Hermannus des Zulenstorf als Bürge des Grafen Albrecht von Brehna.

1339 erlässt Herzog Rudolf für die Pfarrkirchen des Amtes Prettin bzw. Schweinitz eine Stiftung Altarwein, in der als Dorfkirchen der Diözese Herzberg ausschließlich jene von Züllsdorf und Döbrichau bedacht werden.

1424 und 1464 finden dann ein Vorwerk bzw. ein mit 5 Hufen Landes, einer Wiese und Einkünften von 5 Dorfhufen dotierten Sattelhof Erwähnung.
Als weitere wichtige Zeugnisse der hochmittelalterlichen Siedlungstätigkeit erscheinen in der Züllsdorfer Flur die wüsten Marken Große und Friedewald, der südwestlich gelegene ehemalige Schlößchenberg, ein höchstwahrscheinlich noch im 14. Jahrhundert. genutzter Burgwart und nicht zuletzt der in Nord-Süd-Richtung verlaufende Karrensteig.

Ein ritterliches Lehen lässt sich in den Lochauern Amtsbüchern von 1505 und 1550 nicht mehr nachweisen, vielmehr erscheint der Ort zu jener Zeit als reines Amtsdorf.
So entrichten denn 1550 18 Anspanner, 1 Lehnrichter und 3 Gärtner den Erbzins für insgesamt 20 Hufen nach Lochau.
Infolge der Zerstörungen von 1637 muss das ehemals eigenständige Pfarrdorf viele Jahre von Beyern aus versorgt werden.





>>> Aktuelles <<<


Neuer Glanz in Züllsdorfs Kirche
Anlässlich der Fertigstellung der Renovierungsarbeiten in der Züllsdorfer Kirche fand am 02.07.2005 ein Gottesdienst statt.
In seiner Predigt dankte Pfarrer Martin Miech besonders den Gemeindekirchenmitgliedern Petra und Dirk Hanke, ohne deren Hilfe und Mitwirken die Arbeiten keineswegs so fortgeschritten wären.
Seit ihrer Renovierung erstrahlt die Kirch im Inneren in neuen Farben. Das Kirchenschiff ist in hellen Beigetönen und der Altar in Blau gehalten.
Es konnten weiterhin die Erneuerung der Elektroanlage und das Einsetzen vieler bleiverglaster Fenster im unteren Bereich der Kirche vorgenommen werden. Vor allem durch die zahlreichen Spenden und ihrer Liebe zu ihrer Kirche zeigt sich das imposante Bauwerk im Ort von seiner schönsten Seite.
Bis zum Jahr 2007, zum 150. Geburtstag der Kirche, wolle man noch weitere Vorhaben auf den Weg bringen. Ganz oben auf der Wunschliste steht nach den Worten von Dirk Hanke die Wiederbespielbarkeit der Orgel. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch den Züllsdorfer Heidechor und den Gesang von Anne-Kathrin Lüdecke, deren glasklare Stimme die Züllsdorfer schon mehrfach begeistert hat und ein wundervolles Ambiente schaffte.




150 Jahre Evangelische Kirche zu Züllsdorf 1857 – 2007
Am 24. Juni 2007 fand der Festgottesdienst zum 150. Geburtstag der Evangelischen
Kirche zu Züllsdorf statt. Zu diesem Anlass wurde die neue Glockenanlage geweiht.