Ausstellung „Stille Giganten – Ein Leben für die Dinosaurier“

Vor 110 Jahren brach der in Herzberg (Elster) geborene Paläontologe Werner Janensch zu einer Expedition an den Tendaguru-Berg im heutigen südöstlichen Tansania auf.

In einer der größten Dinosaurierlagerstätten der Welt entdeckte er mit seinem Forscherteam zahlreiche neue Dinosaurierarten. Der wohl bekannteste Fund ist das Skelett eines Brachiosaurus brancai (neuer wissenschaftlicher Name Giraffatitan brancai) mit einer Höhe von über 13 Metern.

Es ist das höchste aufgestellte Skelett der Welt und im Museum für Naturkunde in Berlin zu bestaunen.
Doch wer war nun der Forscher Werner Janensch? Warum war er ein stiller Gigant? Was verbindet ihn mit Herzberg? Wie sah der Ausgrabungsalltag vor über 100 Jahren aus? Welche Erkenntnisse brachte die Expedition?

Die Stadt Herzberg und das Museum für Naturkunde Berlin gehen diesen Fragen nach.
Die Ausstellung wurde wissenschaftlich von dem Historiker Dr. Mario Huth geleitet. Durch seine Erkenntnisse und Nachforschungen ist es gelungen, auch das private Leben des stillen, ganz der Wissenschaft verschriebenen Forschers zu beleuchten. Auch werden bisher nicht veröffentlichte Korrespondenzen und Arbeitsunterlagen Janenschs präsentiert, unter anderem der Briefwechsel zwischen dem Ausgrabungslager am Tendaguru und Berlin.

Der für die Wissenschaft so bedeutenden Expedition nach Ostafrika widmet sich ein weiterer Themenschwerpunkt der Ausstellung. Die Besucher werden auf die Reise an den Tendaguru mitgenommen, können erfahren, wie die Ausgrabungen zur damaligen Zeit erfolgten und wie die Fundstücke zum Naturkundemuseum kamen. Schließlich wird auch der Arbeitsaufwand deutlich, den es damals wie heute braucht, um aus fossilen Bruchstücken ein Skelett von der Größe eines Brachiosaurus brancai zu rekonstruieren.

Laufzeit der Ausstellung: 26.10.2019 bis 26.04.2020

Öffnungszeiten:
Montag, Donnerstag: 9–16 Uhr

Dienstag, Freitag: 9–18 Uhr

Samstag: 10 - 13 Uhr, jeden 1. Samstag im Monat 10 - 17 Uhr

 

Weitere Infos gibt es hier.