Open.Data.Lab Herzberg (OPEN.HERZ)

1.	Bescheidübergabe am 21.01.2026 um 16:45 Uhr im Rahmen des Zukunftsforums für Ländliche Entwicklung (ZFLE), CityCube Berlin

Offizieller Startschuss für OPEN_HERZ: Förderbescheid in Berlin übergeben

Mit der offiziellen Übergabe des Förderbescheides am 21.01.2026 um 16:45 Uhr im Rahmen des Zukunftsforums für Ländliche Entwicklung (ZFLE), CityCube Berlin, ist das Projekt OPEN_HERZ – Open.Data.Lab Herzberg nun auch öffentlich gestartet. Im Rahmen der Bescheidübergabe in Berlin wurde Herzberg (Elster) gemeinsam mit weiteren Modellkommunen des Förderprogramms Land.OpenData vorgestellt.

 

Die Parlamentarische Staatssekretärin Frau Engelhardt-Kopf übergab die Bescheide an die beteiligten Projekte. Herzberg wurde dabei gemeinsam mit Bad Salzungen und der Gartenstadt Haan dem Veranstaltungsschwerpunkt „Verwaltung nutzt Open Data“ zugeordnet.

 

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie offene Daten nicht nur veröffentlicht, sondern unmittelbar für die tägliche Arbeit einer Kommunalverwaltung genutzt werden können. Gerade für kleinere Städte können gut strukturierte und fachbereichsübergreifend nutzbare Daten dabei helfen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Entscheidungen nachvollziehbarer vorzubereiten, Doppelarbeit zu vermeiden und Verwaltungsprozesse einfacher zu gestalten.

 

„In Herzberg wollen wir, dass Open Data nicht nur gesammelt, sondern zum Motor unserer täglichen Arbeit wird. Gemeinsam mit der Fachhochschule Potsdam arbeiten wir daran, Daten so aufzubereiten, dass sie Prozesse sichtbar machen, Entscheidungen unterstützen und Doppelarbeit vermeiden. Damit wollen wir ganz praktisch erproben, welchen Beitrag Daten zu einer modernen Verwaltung und auch zum Bürokratieabbau leisten können.“

 

Genau hier setzt OPEN_HERZ an. Die Stadt Herzberg (Elster) und die Fachhochschule Potsdam arbeiten 2026 gemeinsam daran, vorhandene und künftig zu veröffentlichende kommunale „Datenschätze“ wissenschaftsbasiert und zugleich praxisnah zu identifizieren, aufzubereiten und nutzbar zu machen. Dabei werden sowohl Mitarbeitende der Verwaltung als auch Bürgerinnen und Bürger einbezogen.

 

Eine offene Daten- und Digitalplattform soll perspektivisch Informationen fachbereichsübergreifend zusammenführen und verständlich zugänglich machen. Ergänzend sollen ausgewählte Daten über eine digitale Infostele im Stadtgebiet sichtbar werden. Workshops, Beteiligungsformate, Schulungen und weitere Veranstaltungen begleiten die Entwicklung.

 

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) gefördert. Für OPEN_HERZ erhält die Stadt Herzberg (Elster) für das Jahr 2026 eine Bundesförderung von bis zu 49.259,98 Euro.

 

Für Herzberg geht es dabei um mehr als die Veröffentlichung einzelner Datensätze: OPEN_HERZ soll zeigen, wie Daten zu einem praktischen Werkzeug für eine transparentere, effizientere und beteiligungsorientierte Stadtentwicklung werden können – innerhalb der Verwaltung und gemeinsam mit den Menschen vor Ort.

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Fachlicher Auftakt: OPEN_HERZ startet ins gemeinsame Projektjahr

Am 22. Januar 2026 folgte im CityCube Berlin das erste Vernetzungstreffen und damit der fachliche Kick-off für die geförderten Land.OpenData-Projekte. Begleitet wird der gemeinsame Prozess durch Fraunhofer IESE und SPRINT Consult. Im Mittelpunkt standen das gegenseitige Kennenlernen, der Austausch zwischen den Modellkommunen und die Frage, welche konkreten Herausforderungen vor Ort mithilfe von Open Data bearbeitet werden sollen.

Ein Herz als Symbol für OPEN_HERZ

Zum Einstieg waren die teilnehmenden Kommunen eingeladen, einen Gegenstand mitzubringen, der ihre Kommune oder ihr Vorhaben besonders gut symbolisiert. Herzberg hatte dafür ein mit dem 3D-Drucker gefertigtes Herz im Gepäck.

Das Herz steht nicht nur für den Projektnamen OPEN_HERZ, sondern vor allem für das gemeinsame Engagement in unserer Stadt. Es verbindet das Projekt mit den Grundgedanken, die uns dabei wichtig sind: Transparenz, Zusammenarbeit und Bürgernähe. Zugleich macht es deutlich, dass es bei Open Data nicht allein um Technik und Datensätze geht, sondern vor allem darum, wie Menschen Daten nutzen können, um ihre Stadt gemeinsam besser zu gestalten.

In einer moderierten Interviewrunde stellten die Modellkommunen anschließend ihre Ausgangslagen, Potenziale und Herausforderungen vor. Für Herzberg wurde dabei deutlich: Als kleine Kommune können kurze Wege, eine starke Gemeinschaft und eine Kultur des Miteinanders ein besonderes Potenzial sein. OPEN_HERZ soll diese Stärke mit einer datenbasierten Arbeitsweise verbinden.

Von vorhandenen Daten zu besseren Prozessen

Eine zentrale Herausforderung besteht darin, vorhandene kommunale Daten stärker zusammenzuführen und für die tägliche Verwaltungsarbeit nutzbar zu machen. Daten liegen häufig bereits vor, werden jedoch in unterschiedlichen Fachbereichen, Anwendungen oder Strukturen genutzt. Dadurch können redundante Erhebungen, Medienbrüche oder zusätzlicher Abstimmungsaufwand entstehen.

 

OPEN_HERZ setzt deshalb nicht erst bei der Veröffentlichung von Daten an. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Verwaltung und der Fachhochschule Potsdam soll untersucht werden, welche Daten wir bereits haben, wo sie entstehen, wie sie genutzt werden und welche Verwaltungsprozesse dadurch besser unterstützt werden können.

 

Das Ziel ist eine kommunale Datenstrategie, die nicht als zusätzliche Aufgabe neben der täglichen Arbeit steht, sondern diese konkret erleichtert: durch bessere Datenqualität, nachvollziehbare Strukturen, weniger Doppelarbeit und eine gemeinsame Informationsgrundlage für Entscheidungen.

Eine mögliche Schlagzeile für das Ende des Projektjahres bringt diesen Anspruch auf den Punkt:

„OPEN_HERZ zeigt: Gute Daten = bessere Entscheidungen – die Grundlage für effiziente Verwaltung und gemeinsame Zukunftsgestaltung.“

 

Der Kick-off in Berlin war damit nicht nur der Start in ein gemeinsames Förderjahr, sondern auch der Auftakt für den Austausch mit den anderen Modellkommunen. Ihre unterschiedlichen Ausgangslagen und Erfahrungen bieten die Chance, voneinander zu lernen und gemeinsam herauszufinden, wie Open Data gerade in kleineren und ländlich geprägten Kommunen einen praktischen Mehrwert schaffen kann.

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