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Haus II - Ankerpunkt für kulturelle Bildung und Teilhabe sowie Bürgerschaftliches Engagement

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Das Projekt in aller Kürze:

Mit Haus II entwickelt die Stadt Herzberg (Elster) einen Ort, der weit über die Funktion eines Gebäudes hinausgeht. Im ehemaligen Schulgebäude in der Rosa-Luxemburg-Straße entsteht ein offener, lebendiger und identitätsstiftender Ankerpunkt für die Region Elbe-Elster. Ziel ist es, kulturelle Bildung zu stärken, kulturelle Teilhabe für möglichst viele Menschen zu ermöglichen und bürgerschaftliches Engagement nachhaltig zu fördern. Genau diese dreifache Ausrichtung bildet den Kern der Projektskizze und macht Haus II zu einem Ort, an dem Kultur, Gemeinschaft und Zukunft konkret zusammenfinden. Die Stadt Herzberg reagiert mit Haus II auf die besonderen Herausforderungen ländlicher Räume: demografischer Wandel, Abwanderung, begrenzte kulturelle Infrastruktur und die Notwendigkeit, neue Formen von Beteiligung, Begegnung und regionaler Entwicklung zu schaffen. Die Projektskizze beschreibt dafür die Notwendigkeit eines „regionalen kulturellen Ankers“, der Stabilität, Strahlkraft und Zukunftsperspektiven bietet. Haus II soll genau diese Rolle übernehmen. Gleichzeitig ist Haus II als offener Zukunftsort gedacht: als Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger, als Raum für Workshops, Proben, Sprachcafés, Mehrgenerationenangebote, Jugendformate, kulturelle Veranstaltungen und kokreative Beteiligungsprozesse. So entsteht ein Ort, an dem Menschen nicht nur Angebote wahrnehmen, sondern selbst mitgestalten.

 

Kultur verdient besondere Strahlkraft:

In den ländlichen Räumen ist die Ausprägung der Kultur, der kulturellen Bildung und der kulturellen Teilhabe offensichtlich sehr unterschiedlich. Einige Regionen verfügen über Kultureinrichtungen, die notwendigen Ressourcen und Fachkräfte, die so ihre Strahlkraft auch überregional zeigen können. Viele andere, vor allem strukturschwache Regionen, sind auf das freiwillige Engagement durch Vereine und Institutionen angewiesen, damit ein Kulturleben überhaupt vor Ort statt finden kann. Auch die kommunalen Kulturämter sind meist zu knapp besetzt und verfügen nur über hinreichende Kompetenz. Eine Situation, die es erschwert, eine Zukunftsausrichtung auf einem professionellen Niveau an Kultur, Bildung und Kreativwirtschaft zu stützen. Es benötigt vor allem in Zeiten und im Umgang mit den Herausforderungen der ökonomischen Krisen eine Einrichtung, die allen Einflüssen trotzt und nicht abgetrieben wird. Ein regionaler kultureller Anker, der seine Strahlkraft nicht verliert und mehr Gewichtung für seinen Stellenwert in der Region erhält. Hierzu bedarf es neuen Strukturen und Angeboten zur Förderung und wertschätzenden Unterstützung der Gemeinschaft und des Zusammenhalts in den Bereichen Kultur, Bildung und Kreativwirtschaft.

 

Projektskizze:

Zur transparenten Darstellung der Zielsetzungen, Inhalte und Entwicklungsschritte stellen wir Ihnen hier die Projektskizze von Haus II zur Verfügung. Die Projektskizze gibt einen umfassenden Einblick in die konzeptionelle Ausrichtung des Vorhabens als regionaler kultureller Ankerpunkt und zeigt auf, wie kulturelle Bildung, kulturelle Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement im Haus II zusammengeführt werden. Sie beschreibt die Ausgangssituation, die strategischen Ziele sowie konkrete Maßnahmen und Formate – von Beteiligungsprozessen wie dem Bürgerrat über offene Raumnutzung bis hin zu Angeboten für Kinder, Jugendliche und die gesamte Stadtgesellschaft. Die Projektskizze dient als Grundlage für die Umsetzung und Weiterentwicklung von Haus II und macht die inhaltliche und strukturelle Ausrichtung des Projekts nachvollziehbar. Hier zudem ein kleiner Einblick...

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Ein Ort mit Geschichte und neuer Aufgabe:

Haus II ist tief in der Geschichte Herzbergs verwurzelt. Über Jahrhunderte war das Gebäude ein Ort des Lernens und der Prägung vieler Generationen. Mit dem Wandel seiner ursprünglichen Funktion eröffnet sich nun eine neue Perspektive: Haus II wird zum Leuchtturm der Begegnung und des Wachstums. Die Projektskizze beschreibt diesen Übergang sehr bewusst als Verbindung von Vergangenheit und Zukunft. Der Name „Haus II“ ist daher nicht zufällig gewählt, sondern bewahrt die historische Erinnerung und entwickelt sie zugleich weiter zu einer neuen kulturellen Identität. Diese Transformation steht exemplarisch für die Entwicklungsstrategie der Stadt Herzberg. Haus II soll ein Ort sein, an dem sich kulturelle Bildung, gesellschaftliche Offenheit, kreative Entfaltung und regionale Vernetzung miteinander verbinden. Es geht also nicht nur um die Nachnutzung eines Gebäudes, sondern um die bewusste Entwicklung eines gemeinwohlorientierten, kreativen und langfristig tragfähigen Zukunftsortes.

Ehemaliges Schulgebäude wird zur Ankerfläche:

Als Örtlichkeit steht das ehemaliger Schulgebäude, Haus II, Rosa-Luxemburg-Str. 35, welches seit Juli 2023 leer steht, zur vollen Verfügung. Bis Ende August 2026 sollen hier außerschulische & kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche, für Engagierte aus Musik- und Kreativwirtschaft, für Kulturverbände und -vereine, auch in generationsübergreifender Methodik, entwickelt und angeboten werden. Die kulturellen Bildungseinrichtungen vor Ort (wie die kreisliche Kunst- und Musikschule) sollen in gemeinsamer Mission in ihrer Strahlkraft unterstützt werden. Auch die zusätzliche Raumqualität wird in ihrer Kreativität (Kreativ- und Proberäume) und überregionalen Ausweitung (Musik-Camps und überregionalen Kooperationen) gestärkt.

 

Warum Haus II (2)?

Herzberg hat seit 1990 einen erheblichen Bevölkerungsrückgang erlebt; auch künftig wird ein weiterer Rückgang prognostiziert. Gerade deshalb setzt die Stadt auf Projekte, die Bindung, Identifikation und Mitwirkung stärken. Haus II ist als Antwort auf diese Entwicklung gedacht: als Ort, der bekannt ist, der kulturelle und soziale Impulse gibt, Menschen zusammenführte und führen wird und die Region als lebenswerten Zukunftsort sichtbar macht. 

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Unsere Vision

Drei Säulen, ein gemeinsames Ziel:

Haus II vereint laut Projektskizze drei zentrale Bereiche: kulturelle Bildung, kulturelle Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement. Diese Fokussierung ist die Besonderheit des Projekts und zugleich seine Stärke.

 

Kulturelle Bildung bedeutet im Kontext von Haus II, Wissen, kreative Kompetenzen und Ausdrucksformen zu fördern. Menschen unterschiedlichen Alters sollen hier Kunst, Musik, Kultur und kreative Prozesse nicht nur konsumieren, sondern selbst erfahren und gestalten können. Workshops, Musikformate, Lern- und Projektangebote sowie interdisziplinäre Formate schaffen dafür den Rahmen. 

 

Kulturelle Teilhabe heißt, Zugänge zu öffnen. Haus II soll inklusiv, niedrigschwellig und identitätsstiftend wirken. In der Projektskizze wird kulturelle Teilhabe ausdrücklich als Zugang zu kulturellen und sozialen Ressourcen beschrieben – unabhängig von Herkunft oder sozialem Status. Gerade in einer ländlichen Region ist das von hoher Bedeutung, weil Teilhabe nicht selbstverständlich vorhanden ist, sondern aktiv ermöglicht werden muss.

 

Bürgerschaftliches Engagement wiederum stärkt den Zusammenhalt. Haus II soll Menschen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen, Projekte anzustoßen, Räume zu beleben und öffentliche Angelegenheiten aktiv mitzugestalten. Die Projektskizze versteht Haus II daher ausdrücklich nicht als fertiges Kulturangebot von oben, sondern als gemeinschaftlich entwickelten Ort, der Mitverantwortung ermöglicht. 

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Raumnutzung

1.600 m² Ankerfläche für eine vielfältige Nutzung

Haus II stellt offene, flexibel nutzbare Räume für Kultur, Bildung, Begegnung und Engagement zur Verfügung. Auf rund 1.600 m² entstehen Workshopräume, Proberäume, Veranstaltungsflächen, Büroräume, Ausstellungsbereiche und Treffpunkte für gemeinschaftliche Nutzung. Damit schafft Haus II eine Infrastruktur, die sowohl kulturelle Praxis als auch soziale Begegnung im Alltag ermöglicht. Die Nutzung erfolgt transparent, bedarfsorientiert und gemeinschaftlich – unterstützt durch klare Rahmenbedingungen und das Prinzip der Raumpatenschaften.

 

MINTup und Jugendtreff

Haus II ist auch ein Ort für junge Menschen. Mit Jugendtreff, Bandproben, offenen Formaten und Partnern wie MintUp, Jugendkoordination, Mediathek und Schulsozialarbeit entstehen hier Räume, in denen Jugendliche sich treffen, ausprobieren, kreativ arbeiten und Zukunftskompetenzen entwickeln können. Haus II verbindet kulturelle Bildung mit neuen Lernformaten, Technik, Musik und gemeinschaftlichem Erleben. So werden junge Menschen nicht nur als Zielgruppe angesprochen, sondern als aktive Mitgestalterinnen und Mitgestalter des Hauses ernst genommen.

 

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Angebote und Formate

Ein Haus für Workshops, Begegnung, Kreativität und kulturelle Praxis

Haus II funktioniert als offener Ort mit einer Vielzahl von Workshops, Kursen und Events, die Menschen jeden Alters einladen, aktiv zu lernen, mitzugestalten und neue Perspektiven zu gewinnen. Interaktive und interdisziplinäre Formate sollen Neugier wecken, Beteiligung anregen und eine dauerhafte kulturelle Praxis im Alltag verankern.

 

Geplant und bereits angebahnt sind unter anderem:
Veranstaltungs- und Probenräume, Sprachcafés, Mehrgenerationentreffs, offene Formate, Musik- und Kreativangebote, Beteiligungsformate, Mini-Ausstellungen, Musik-Cafés und Kultur-Cafés. Auch Großevents, Nachwuchsformate und neue Veranstaltungsreihen gehören zur Entwicklungsrichtung des Hauses. 

 

Die Meilensteinplanung gliedert diese Entwicklung in mehrere Phasen:
vom „leisen Auftakt“ mit Aufbau der Grundstruktur und erster Beteiligungsformate über den „kreativen und lauten Auftakt“ mit Workshops, Testphasen und Veranstaltungen bis hin zum „konzeptionellen Auftakt“, in dem Leitziele erprobt, Ergebnisse präsentiert und ein Praxisleitfaden „Haus II“ entwickelt werden sollen.

 

Angebotshistorie 2025

 

05.02.2025Gemeinsames Winterferienprogramm mit der Elsterlandgrundschule
07.02.2025Winterferienprogramm mit Jugendkoordinatorin "Regenmacher basteln"
15.02.2025Neujahrsfeier Chor "Pro Musica"
19.02.2025Flurfunk - Live aus dem PopAnker (Starke Orte Netzwerk)
22.02.20251. Alternative Gesundheitsmesse
05.-13.02.2025Vernissage Smilte Svilpaite
27.02.2025Führung des Jugendnetzwerkes und Kennenlernen im Haus Zwei
08.03.2025 bis 15.03.2025"Eat & Art" zum Frauentag (für Mädchen und Frauen)
12.03.2025"Frauenpowertag" in Kooperation mit Kulturamt, Jugendkoordinatorin, 
 Projekt Mint-up und externen Einrichtungen für Prävention u.a. Polizei, Awo
 sowie Workshops wie Klangreise, Qui-Gon uvm.
22.03.2025Sprachcafé: Iftar - Fest
30.03.2025Sprachcafé: Zuckerfest
28.03.2025Eröffnungsfeier "Mint-up" 
13.04.2025Sprachcafé: Ramadan Fest
15.04.2025Osterferien: Kreativangebot Haus II (kreatives Angebot - Shirts und Beutel gestalten)
02.06.2025Teambildende Maßnahme in Kooperation mit der Clajus-Schule Herzberg (Elster)
06.06.2025Sprachcafé: Islamisches Opferfest
10.07.2025Sommerabend der Wirtschaft im PopAnker
12.07.2025Sommerbad Party interne Zusammenarbeit Jugendkoordinatorin, Mediathek, Mint-up
18.07.2025Offene Ankerbühne
22.07.2025Zeugnisausgabe der Elsterlandgrundschule
07.08.2025Ferienprogramm "Pimp your Bike"
20.08.2025Ankergames (generationsübergreifender Spieleabend)
02.09.2025Einweihungsfeier "KultINKoffer"
07.09.2025Tag der Nachbarn : Mobile Bühne für Nachwuchstalente
16.09.2025Art Night: Kreativfahrt ins Blaue
21.09.2025Bahnhof der Begegnungen (Summer School) in Kooperation Universität der Künste Berlin
23.09.2025Kreative Wandgestaltung "Graffiti-Workshop" Workshop 1: Themenfindung
 (inklusives Projekt mit Elsterwerken, Clajus-Schule und Farbmolekül )
06.-08-10.2025Kreative Wandgestaltung "Graffiti-Workshop" Workshop 2-4: Durchführung
 (inklusives Projekt mit Elsterwerken, Clajus-Schule und Farbmolekül )
08.11.2025Kneipennacht (Abijahrgang)
11.11.2025Feierliche Schlüsselübergabe an die Narren (Unterstützung des Karnevalvereins) 
22.11.2025Netzwerkfrühstück Gesundheitsnetzwerk
26.-27.12.2025"Aufregung in Himmelfort" Theaterstück Elsterlandgrundschule und Hortband
03.12.2025Inklusives generationsübergreifendes Adventssingen (in Kooperation mit den Elsterwerken)
04.12.2025Informationsveranstaltung "Repair Café" 
 (in Kooperation mit "Generationen gehen gemeinsam" und "Bürgerregion Lausitz"
12.12.2025Inklusive Disco 
18.12.2025Offene Ankerbühne beim Lichterfest
27.12.2025Rückkehrer- und Zuzüglertag Comeback Elbe-Elster

 Collage Angebote 

         

Partner*innen und Netzwerk

Haus II lebt von Kooperation. Das Projekt wird von einem starken Netzwerk aus kommunalen, kulturellen, sozialen und bildungsbezogenen Partnerinnen und Partnern getragen. Dazu gehören unter anderem die Stadt Herzberg (Elster), der Landkreis Elbe-Elster, die kreisliche Kunst- und Musikschule, KULTIN!Koffer, Welt e. V., Schulsozialarbeit, Mediathek, Mehrgenerationentreff, Jugendnetzwerk und viele weitere Initiativen. Gemeinsam schaffen sie die Voraussetzungen dafür, dass Haus II als offener und wirksamer Ankerpunkt in der Region wachsen kann.

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Haus II in der Gesamtstrategie der Stadt

Willkommenshub, Netzwerkknoten und kultureller Dreh- und Angelpunkt

Haus II soll als „zentraler Willkommensanker und Netzwerkknoten“ etabliert werden. Das heißt: Haus II übernimmt nicht nur eigene Veranstaltungs- und Bildungsaufgaben, sondern fungiert auch als Eingangstor in ein größeres Netzwerk kultureller, bildungsbezogener und gesellschaftlicher Angebote in Herzberg. Bürgerinnen und Bürger, Gäste sowie Partner sollen hier erste Kontakte knüpfen, Informationen erhalten, Angebote entdecken und sich vernetzen können.

 

Darüber hinaus verortet die Projektskizze Haus II in einer städtischen Gesamtstrategie mit weiteren Standorten wie Akademie, Campus und Bahnhof. In diesem Gefüge kann Haus II zum kulturellen Dreh- und Angelpunkt werden, der die unterschiedlichen Schwerpunkte bündelt und sichtbar macht. Damit wird das Projekt über den Einzelstandort hinaus zu einem wichtigen Baustein der Stadtentwicklung.

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